Bestandsmengen verstehen: Bestand, Reserviert, Bestellt
Im Lager stehen zu jedem Artikel mehrere Mengen nebeneinander. Wer sie verwechselt, disponiert falsch: Der Bestand sagt, was im Regal liegt — nicht, was noch verfügbar ist.
Die Mengen im Einzelnen
| Menge | Bedeutung |
|---|---|
| Bestand | Was tatsächlich am Lagerort liegt. Nur diese Menge ist gezählt. |
| Reserviert | Bereits zugesagt, aber noch nicht ausgebucht. Liegt noch im Regal, ist aber vergeben. |
| Bestellt | Beim Lieferanten bestellt und noch nicht eingebucht. Im Dialog beschriftet als Bestellte Menge, noch nicht eingebucht. |
| Meldebestand | Schwelle, ab der nachbestellt werden sollte. |
| Mindest- und Maximalbestand | Rahmen, an dem OfficeOmni die Auslastung misst. |
Verfügbar ist demnach der Bestand abzüglich der reservierten Menge. Die bestellte Menge zählt noch nicht mit — sie ist eine Erwartung, keine Ware.
Warum das im Alltag zählt
Ein Artikel mit Bestand 10 und Reserviert 8 sieht auf den ersten Blick gut versorgt aus. Tatsächlich sind nur zwei Stück frei. Wer allein auf den Bestand schaut, sagt Ware zu, die schon vergeben ist.
Umgekehrt führt eine hohe bestellte Menge leicht zu Doppelbestellungen, wenn sie übersehen wird — die Ware ist unterwegs, im Regal aber noch nichts angekommen.
Negative Mengen sind ausgeschlossen
OfficeOmni lässt weder einen negativen Bestand noch eine negative reservierte Menge zu. Eine Buchung, die das auslösen würde, wird abgewiesen — im Buchungsdialog erscheint der Hinweis ↯ Bestandsmangel — bitte Mengen korrigieren.
Das ist bewusst hart: Ein negativer Bestand ist keine Information, sondern ein unbemerkter Fehler, der sich durch alle Auswertungen zieht.
Auslastung und Lagerwert
Aus Bestand, Mindest- und Maximalbestand bildet OfficeOmni eine Einschätzung der Auslastung; steht alles im Rahmen, meldet die Übersicht Alles im grünen Bereich. Der Lagerwert wird über den Einkaufspreis gerechnet und im Buchungsdialog als LAGERWERT mitgeführt.
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