Skonto und Teilzahlungen
Skonto und Teilzahlungen greifen an derselben Stelle ineinander: Beide verändern den offenen Betrag einer Rechnung, ohne dass die Rechnung selbst geändert wird. Dieser Artikel erklärt, wo Skonto hinterlegt wird, wie OfficeOmni den Skontobetrag und den Restbetrag rechnet, und warum eine Rechnung mit dem skontierten Zahlbetrag trotzdem als ausgeglichen gilt.
Skonto an der Rechnung hinterlegen
Skonto gehört zu den Konditionen des Belegs. Im Belegeditor liegt es in der Karte ZAHLUNG & KONDITIONEN:
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Fälligkeit (Tage) | Das Zahlungsziel in Tagen. Der Kurzhinweis nennt den Standard: „Zahlungsziel in Tagen (Standard: 14 Tage)“. |
| Skonto | Der Skontosatz in Prozent. |
| Skonto-Tage | Die Skontofrist in Tagen, gerechnet ab dem Belegdatum. |
| Skonto-Betrag | Der errechnete Betrag in EUR. Reines Anzeigefeld, nicht beschreibbar. |
Skonto zählt nur, wenn beide Werte gesetzt sind — Prozentsatz größer null und Skonto-Tage größer null. Steht eines der beiden auf null, behandelt OfficeOmni die Rechnung als Rechnung ohne Skonto: In der Belegvorschau erscheint keine Skontozeile, und im Zahlungsfenster fehlt der Skontoknopf.
Wie der Skontobetrag entsteht
OfficeOmni rechnet den Skontobetrag stets vom Bruttobetrag der Rechnung, kaufmännisch auf zwei Stellen gerundet:
Skontobetrag = Brutto × Skontosatz ÷ 100 Skonto-Zahlbetrag = Brutto − Skontobetrag
Bei 1.000,00 € brutto und 3 % Skonto sind das 30,00 € Skonto und 970,00 € Zahlbetrag.
Die Skontofrist endet am Belegdatum plus Skonto-Tage. Solange dieser Tag nicht vorbei ist und die Rechnung weder bezahlt noch storniert ist, gilt Skonto als ziehbar.
Der Skontostatus in der Belegvorschau
Im Abschnitt Zahlung der Belegvorschau steht neben Satz und Frist eine Statuszeile. Sie lautet je nach Lage:
| Lage | Text |
|---|---|
| Frist läuft noch mehrere Tage | „Skonto bis TT.MM.JJJJ (n Tage)“ |
| Noch heute und morgen | „Skonto noch heute + morgen“ |
| Letzter Tag | „Skonto heute letzter Tag“ |
| Frist vorbei | „Skonto-Frist abgelaufen“ |
Skonto beim Buchen der Zahlung ziehen
Im Fenster Zahlungen setzen steht neben den Schnellknöpfen 50 % und 100 % ein dritter Knopf, sobald die Rechnung Skonto trägt und noch etwas offen ist. Er ist mit dem Satz beschriftet — etwa Skonto 3 % —, und sein Kurzhinweis nennt Zahlbetrag, Satz und Skonto-Tage. Ein Klick setzt in das Feld Betrag:
Zahlbetrag = Rechnungsbetrag − Skontobetrag − bereits geleistete Zahlungen
+ Summe der Rechnungskorrekturen
Der Wert wird nie negativ und ist kaufmännisch auf zwei Stellen gerundet. Buchen Sie diesen Betrag, bleibt rechnerisch ein Rest in Höhe des Skontos stehen — und genau den behandelt OfficeOmni als gedeckt.
Solange die Skontofrist läuft, stellt das Fenster den skontierten Betrag zusätzlich nach oben: Die große Kopfzahl der Saldo-Schiene wechselt dann auf Offener Betrag mit Skonto, wird gelb hinterlegt und trägt darunter die Zeile „Skonto zahlbar bis … · ab dem …: …“ mit dem danach fälligen vollen Betrag.
Der Skonto-Spielraum
Liegt der verbleibende Rest innerhalb des berechneten Skontobetrags (zuzüglich eines halben Cents Toleranz) und ist mindestens eine Zahlung eingegangen, setzt OfficeOmni den offenen Betrag auf 0,00 €. Die Rechnung gilt damit als ausgeglichen, und der Status springt auf Abgeschlossen. Im Detailbereich der Belegliste zeigt die Karte Zahlungseingänge dann den Zustand Bezahlt (Skonto … €); der Kurzhinweis am Wert Offen erklärt den Rest: „Skontoabzug … € – Rechnung ist abgeschlossen.“
Der Skonto mindert den offenen Betrag erst, nachdem tatsächlich gezahlt wurde. Vorher ist er nur ein Angebot: Die Zeile Skonto in der Saldo-Schiene steht auf 0,00 €, und 100 % setzt weiterhin den vollen offenen Betrag ein. Andernfalls würde der volle Betrag fälschlich als Überzahlung gemeldet.
Teilzahlungen und der Restbetrag
Jede Zahlung ist eine eigene Zeile in der Liste Erfasste Zahlungen. Daraus ergibt sich der Zahlungsstand der Rechnung:
Effektive Forderung = Rechnungsbetrag − Summe der Rechnungskorrekturen Offener Betrag = Effektive Forderung − Summe der Zahlungen Guthaben = Offener Betrag, falls dieser negativ wird
Die effektive Forderung wird nie negativ: Übersteigen die Korrekturen den Rechnungsbetrag, steht sie auf 0,00 €, und die Belegliste kennzeichnet die Rechnung als Überkorrigiert.
In der Saldo-Schiene des Zahlungsfensters kommt zur effektiven Forderung zusätzlich die Mahngebühr hinzu, und ein bereits angerechneter Skontobetrag geht ab. Deshalb kann der dort ausgewiesene Wert von dem abweichen, was Belegliste und Belegstatus zeigen — die rechnen ohne Mahngebühr.
Ein Rechenbeispiel mit 1.190,00 € brutto:
| Schritt | Effektive Forderung | Summe Zahlungen | Offener Betrag | Status |
|---|---|---|---|---|
| Rechnung gestellt | 1.190,00 € | 0,00 € | 1.190,00 € | Offen |
| Anzahlung 500,00 € | 1.190,00 € | 500,00 € | 690,00 € | Teilweise bezahlt |
| Rechnungskorrektur 190,00 € | 1.000,00 € | 500,00 € | 500,00 € | Teilweise bezahlt |
| Restzahlung 500,00 € | 1.000,00 € | 1.000,00 € | 0,00 € | Abgeschlossen |
Eine Rechnungskorrektur ist keine Zahlung. Sie erscheint in der Saldo-Schiene als eigene Zeile Abzüglich Rechnungskorrektur und senkt die Forderung — nicht die Zeile Erfasste Zahlungen. Deshalb bleiben Zahlungsstand und Korrekturstand getrennt nachvollziehbar.
Zahlungen, die die Rechnung übersteigen
Wird mehr gezahlt als offen war, meldet die Eingabemaske „Achtung: Diese Zahlung würde die Rechnung um … überschreiten.“ Gespeichert wird trotzdem; der Überhang wird zum Kundenguthaben. In der Saldo-Schiene erscheint dann der Abschnitt Guthaben auflösen mit Mit anderer Rechnung verrechnen und Rückzahlung erfassen. Ohne eine dieser Aktionen bleibt das Guthaben stehen; der Hinweis sagt es ausdrücklich: „Guthaben offen lassen — bleibt als Kundenguthaben buchhalterisch offen, bis Rückzahlung oder Verrechnung erfolgt.“
Gibt es keinen passenden Gegenposten, meldet OfficeOmni „Es gibt keine offene Rechnung desselben Kunden für eine Verrechnung.“
Skonto und Teilzahlung in der Summenleiste
In der Summenleiste des Belegeditors erscheint neben Netto, Rabatt, MwSt. und Brutto ein eigener Skonto-Wert, sobald ein Skontosatz gesetzt ist. Beschriftet ist er mit Satz und Frist — etwa Skonto (3 % / 14 Tage): — und der Betrag steht mit negativem Vorzeichen. Auf der Rechnung selbst ändert Skonto den ausgewiesenen Rechnungsbetrag nicht — er ist eine Zahlungskondition, keine Preisminderung.
Ein Preisnachlass, der die Forderung dauerhaft senkt, gehört nicht in das Skontofeld, sondern in eine Rechnungskorrektur. Nur so stimmen ausgewiesene Umsatzsteuer und Forderung dauerhaft überein.
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