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Inventur & Zählgeräte

Inventursperre: Lagerplatz während der Zählung gesperrt

Die Inventursperre schützt die Zählung: Läuft eine Inventur, friert OfficeOmni den Buchbestand des Lagerplatzes als Sollmenge ein und lehnt Lagerbuchungen auf diesem Platz ab. Gesperrt sind Einbuchen, Ausbuchen, Umbuchen und Bestandskorrektur im Hauptprogramm, Ein-, Aus- und Umbuchen auch in der mobilen Lagerbuchung. Die Sperre gilt für genau einen Lagerplatz und endet mit Abschluss oder Storno der Inventur.

Nachlesen: in den Release-Notes 1.4.0

So läuft es

In 5 Schritten vom Anfang bis zum Ergebnis

  1. Inventur starten, Sperre beginnt

    Wählen Sie im Dialog „Neue Inventur“ den Lagerplatz und drücken Sie „Inventur starten“. Damit friert OfficeOmni den Buchbestand als Sollmengen ein; ab jetzt gilt die Sperre für genau diesen Platz, und die Arbeitsansicht zeigt den Sperrhinweis gleich unter dem Kopf.

  2. Buchung im Hauptprogramm wird abgelehnt

    Versucht jemand in den Lagerdialogen, eine Position auf dem gezählten Platz ein-, aus- oder umzubuchen, bricht OfficeOmni ab. Im Dialog „Lager buchen“ lautet das Meldungsfenster „Buchung fehlgeschlagen“: „Für diesen Lagerplatz läuft gerade die Inventur INV-2026-0007 (Status: In Bearbeitung). Einbuchen ist erst nach Abschluss oder Storno der Inventur wieder möglich.“

  3. Auch am Handy gesperrt

    Jede mobile Buchung geht über den Server, der vor dem Buchen prüft, ob für den Platz ein offener Zählbogen vorliegt. Ist das so, antwortet er mit derselben Meldung wie das Hauptprogramm, und die Buchungsseite zeigt sie als Fehler an.

  4. Zählen und prüfen unter der Sperre

    Währenddessen zählen Sie wie gewohnt; Zählliste, Abweichungsgründe und Freigabe beschreibt die Seite Inventur. Die Sperre bleibt in jedem Zwischenstatus bestehen — auch im Status „Zur Prüfung freigegeben“.

  5. Abschluss oder Storno löst die Sperre

    Mit dem Abschluss bucht OfficeOmni die Differenzen, und der Platz ist wieder frei. Muss er früher frei werden, stornieren Sie die Inventur — nach Rückfrage, auf Wunsch mit Kommentar. Die Bestände bleiben unverändert.

Die Ansicht

Die abgelehnte Buchung: dieselbe Meldung im Hauptprogramm und am Handy

Der Nachbau zeigt den Dialog „Lager buchen“ mit einer markierten Position für den Lagerplatz R12-04; der Zielplatz steht einmal in den Buchungsdetails. Beim Buchen öffnet OfficeOmni das Meldungsfenster „Buchung fehlgeschlagen“ mit Nummer und Status der laufenden Inventur. Dazu die mobile Lagerbuchung mit derselben Position: Der Server lehnt ab, die Seite zeigt den wortgleichen Text als Fehler.

Nachgebaute Darstellung mit Beispieldaten: Buchungsdialog und mobile Buchungsseite, beide mit der Sperrmeldung der Inventur INV-2026-0007.

Im Einzelnen

Was dahintersteckt

Was genau gesperrt ist

Einbuchen, Ausbuchen, Umbuchen und Bestand korrigieren auf dem gezählten Lagerplatz — beim Umbuchen Quell- und Zielplatz. Zusätzlich lässt sich der Platz während der Inventur weder löschen noch sperren oder archivieren. Auch der Wareneingang aus dem Einkauf bucht über diesen Weg: Eine Position auf den gezählten Platz wird mit derselben Meldung abgelehnt.

Nur der gezählte Platz

Gesperrt ist ausschließlich der Lagerplatz, für den die Inventur angelegt wurde. Andere Plätze im selben Regal oder Bereich bleiben buchbar. Ein ganzes Regal zählen Sie als Jahresinventur, die je Platz eine eigene Zählsitzung anlegt.

Mobile Sperre über den gespiegelten Stand

Grundlage der Sperre am Handy ist der gespiegelte Stand in der Cloud: Beim Start meldet das Hauptprogramm die Inventur dort an, beim Abschluss oder Storno schließt es den Zählbogen wieder. Nur ein dort offener Zählbogen sperrt die Endpunkte für Einbuchen, Ausbuchen und Umbuchen.

Zweite Schranke beim Abschluss

Ändert ein Weg den Bestand an der Sperre vorbei, fängt es der Abschluss: OfficeOmni vergleicht je Position den Buchbestand mit der eingefrorenen Sollmenge. Weicht er ab, wird die Inventur nicht gebucht — „damit die zwischenzeitliche Buchung nicht überschrieben wird“ — und die Position ist neu zu zählen.

Kein Übergehen, sondern Storno

Eine Buchung mit Sonderrecht an der Sperre vorbei gibt es nicht. Sie würde die Inventur beim Abschluss unabschließbar machen, weil der Buchbestand nicht mehr zur Sollmenge passt — das gilt auch für einen Umweg über die Rechnung. Wer den Platz sofort braucht, storniert die Inventur (Recht „Stornieren“); der Storno steht als Status in der Liste.

Blindzählung verbirgt auch Bestände

Läuft auf dem Platz eine Blindzählung, gibt der Server in der mobilen Lagerbuchung keine Bestandsmenge heraus: Der Platz fehlt in der Trefferliste. Liegt der Artikel nur dort, erscheint statt einer Zahl der Hinweis „Bestandsmengen werden bis zum Abschluss nicht angezeigt, damit die Zählung unbeeinflusst bleibt.“

Gut zu wissen

Grenzen und Voraussetzungen, bevor Sie planen

  • Schlägt die Anmeldung der Inventur in der Cloud beim Start fehl, sagt OfficeOmni es in der Statusmeldung: Mobile Buchungen sind dann erst nach „Für Gerät freigeben“ gesperrt. Eine Offline-Sperrgarantie gibt es nicht.
  • Bestandsänderungen, die nicht über die Lagerbuchung laufen — etwa die Abbuchung beim Speichern einer Rechnung — kennen die Sperrprüfung nicht; für solche Wege greift nur die Konfliktprüfung beim Abschluss.
  • Die Rechtematrix zeigt weiterhin das Kästchen „Inventursperre uebergehen“ (so beschriftet). Es ist ohne Funktion: Kein Buchungsweg prüft dieses Recht, der Übergehungsweg wurde bewusst entfernt.
  • Bei einer Jahresinventur als Kampagne werden die Plätze erst beim Freigeben der Regale gesperrt, nicht beim Anlegen der Kampagne: Je freigegebenem Platz entsteht eine Zählsitzung, ab dann ist er gesperrt.

Häufige Fragen

Fragen aus der Praxis

Warum ist der Lagerplatz während der Inventur gesperrt?

Weil die Inventur den Buchbestand beim Start als Sollmenge einfriert und beim Abschluss nur die Differenz bucht. Käme dazwischen ein Wareneingang auf den Platz, wäre die Zählung beim Buchen veraltet, und die Differenzbuchung würde ihn stillschweigend wieder wegrechnen. Deshalb bleibt der Buchbestand bis zum Abschluss eingefroren.

Kann ich die Inventursperre als Administrator übergehen?

Nein. Einen Übergehungsweg gibt es im Programm nicht. Wer den Platz sofort braucht, storniert die Inventur — nach Rückfrage, auf Wunsch mit Kommentar und sichtbar im Status; die Bestände bleiben unverändert.

Was passiert mit einer Lieferung für den gesperrten Lagerplatz?

Die Position für den gezählten Platz wird abgelehnt, weil der Wareneingang über dieselbe Buchungsprüfung läuft. Buchen Sie sie auf einen nicht gezählten Lagerplatz ein oder schließen Sie die Inventur zuerst ab.

Gilt die Inventursperre auch für die mobile Lagerbuchung am Handy?

Ja, sobald die Inventur in der Cloud angemeldet ist; das geschieht beim Start automatisch. Der Server prüft dann jede Buchung am Handy — Einbuchen, Ausbuchen, Umbuchen — auf einen offenen Zählbogen für den Platz und lehnt mit demselben Text ab wie das Hauptprogramm.

Wie lange bleibt der Lagerplatz gesperrt?

Bis die Inventur abgeschlossen oder storniert ist. Entwurf, Offen, In Bearbeitung und Zur Prüfung freigegeben sperren weiter; Abgeschlossen und Storniert geben den Platz frei. Die Sperrmeldung nennt Nummer und Status der Inventur.

Warum ist der Platz am Handy nach dem Abschluss noch gesperrt?

Weil die Cloud nur den gespiegelten Stand kennt. Konnte der Zählbogen beim Abschluss nicht geschlossen werden, sagt es die Statusmeldung; „Für Gerät freigeben“ schließt ihn nach. Beim nächsten Laden der Inventurmaske zieht das Hauptprogramm solche Zählbögen zudem still nach.

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