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E-Commerce-Report: eBay-Zahlen und Vertriebskanäle auswerten

21. September 2026· OfficeOmni· 5 Min. Lesezeit

Gespeicherte eBay-Aufträge mit Gebühren, Erstattungen und Käufern auswerten und den Umsatz der Vertriebskanäle vergleichen.

Der E-Commerce-Report zeigt, wie sich Ihre gespeicherten eBay-Aufträge entwickeln und welchen Umsatz Ihre Vertriebskanäle laut Belegen beitragen. Sie untersuchen Bestellwerte, Gebühren, Erstattungen, Käufer und Angebote und grenzen Unstimmigkeiten zwischen Aufträgen und Rechnungen ein. Entscheidend ist, die beiden Datenquellen getrennt zu lesen: Die eBay-Auftragssumme und der Nettoumsatz aus Rechnungen haben verschiedene Grundlagen.

Report öffnen und bedienen

Öffnen Sie in der Navigation Reports und wählen Sie unter VERTRIEB den Eintrag E-Commerce-Report. Beim Öffnen steht der Zeitraum auf Aktuelles Jahr. Die Auswahl bietet außerdem Wochen, Monate, Quartale, das letzte Jahr und Benutzerdefiniert; eigene Grenzen setzen Sie in Von und Bis. Verglichen wird mit demselben Zeitraum ein Jahr früher.

Mit Dokument und Diagramme wechseln Sie zwischen Bericht und Diagrammtafel, Excel speichert die aufbereiteten Daten; der vorgeschlagene Dateiname enthält den Zeitraum.

Aktualisieren liest die in OfficeOmni gespeicherten Daten neu, startet aber keinen eBay-Import. Fehlen neue Verkäufe oder spätere Erstattungen, führen Sie zuerst den Import aus. Der Hinweis Stand der eBay-Daten nennt den letzten Import.

Welche eBay-Aufträge zählen

Gezählt werden bezahlte, nicht stornierte Aufträge mit lesbarem Kaufdatum im Zeitraum. Teilweise oder ganz erstattete Aufträge bleiben enthalten, wenn sie ursprünglich bezahlt waren. Aufträge, deren Summe nicht in Euro lautet, fallen heraus. Mehrere gespeicherte Stände derselben eBay-Auftragsnummer ergeben einen Auftrag; es gilt der jüngste. Was nicht gezählt wurde, nennt der Hinweis Nicht gezählte eBay-Aufträge getrennt nach storniert, nicht bezahlt und andere Währung.

Die Auftragssumme laut eBay ist brutto, mit Versand und nach Rabatten, ohne die Steuer, die eBay selbst einbehält und abführt; diese Steuer weist ein eigener Hinweis aus. Die Auswertung der verkauften Angebote rechnet dagegen mit dem Warenwert der Positionen. Deshalb müssen beide Summen nicht übereinstimmen.

  • Ø Bestellwert = Auftragssumme ÷ Bestellungen
  • Gebührenquote = eBay-Gebühren laut Auftrag ÷ Auftragssumme × 100
  • Umsatz nach Erstattungen = Auftragssumme − abgeschlossene Erstattungen
  • Stornoquote = Stornos ÷ (gezählte Bestellungen + Stornos) × 100

Fehlt eine positive Basis, steht statt einer Quote ein Gedankenstrich. Erstattungen gehören zum Kaufzeitraum ihres Auftrags; eine später gemeldete Erstattung kann nach dem nächsten Import also einen bereits betrachteten Zeitraum verändern.

E-Commerce-Report in OfficeOmni mit Auftragssumme laut eBay, Bestellungen, Gebühren, Erstattungen und Käufern
Die Auftragssumme laut eBay ist brutto mit Versand, ohne die von eBay abgeführte Steuer

Gebühren und Rohertrag einordnen

Die Gebühren stammen aus den gespeicherten Marktplatzgebühren der Aufträge. Anzeigen-, Abo- und Versandetikettengebühren sind nicht enthalten; der Wert ist also keine vollständige eBay-Abrechnung. Auch der Umsatz nach Erstattungen ist kein Gewinn.

Der Abschnitt Rohertrag nach eBay-Gebühren bewertet nur Positionen nicht erstatteter Aufträge, die über die eBay-Angebotsnummer einem OfficeOmni-Artikel mit brauchbarem Einkaufspreis zugeordnet sind. Ein Einkaufspreis, der genau dem Verkaufspreis entspricht, gilt als Platzhalter des eBay-Produktimports und wird ausgelassen. Gerechnet wird: Warenerlös netto − Einkaufspreis netto × Menge − anteilige eBay-Gebühr. Den Warenerlös leitet der Report mit dem Steuersatz des Artikels ab, ohne positiven Steuersatz mit 19 Prozent; Versand bleibt außen vor.

Lesen Sie dazu immer die Angabe bewertet: … des Warenwerts. Ist nur ein Teil bewertbar, weist der Report ausdrücklich darauf hin, dass der Rohertrag nicht für das ganze eBay-Geschäft steht.

Vertriebskanäle und fehlende Rechnungen

Das Kapitel Vertriebskanäle zeigt den Nettoumsatz laut Belegen für eBay, Website, JTL-Import und Direkt, nach derselben Regel wie der Umsatzreport. Korrekturbelege folgen dem Kanal ihrer Originalrechnung. Als Website zählen nur Belege mit der Herkunft „Webshop“, ältere Shop-Rechnungen erscheinen unter Direkt; beim JTL-Import ist die Ursprungsplattform nicht hinterlegt. Auch ohne gespeicherte eBay-Aufträge erscheint dieser Vergleich; der Bericht weist dann darauf hin.

Der Abgleich eBay-Aufträge ↔ Rechnungen nennt Aufträge ohne Rechnung, Aufträge mit mehreren Rechnungen und eBay-Rechnungen ohne gespeicherten Auftrag. Er verknüpft passende Rechnungen unabhängig von ihrem Datum. Unterschiedliche Betragsgrundlagen bleiben trotzdem bestehen; gleiche Summen verspricht der Abgleich nicht.

Diagrammansicht des E-Commerce-Reports mit eBay-Aufträgen je Abschnitt und Umsatzanteil je Vertriebskanal
Die Kanäle stammen aus Belegen und rechnen netto, die eBay-Aufträge brutto

Prüfreihenfolge

  1. Lesen Sie den Datenstand und die Hinweise.
  2. Prüfen Sie auffällige Angebote auf eindeutige Angebotsnummern, echte Einkaufspreise und passende Steuersätze.
  3. Vergleichen Sie Erstattungen, Stornogründe und Aufträge ohne Rechnung.

Nicht lesbare Beträge zählen als 0 und werden als Datenproblem gemeldet. Der Angebotsbestand stammt aus dem letzten eBay-Produktimport; als aktiv gilt ein Angebot, dessen Endzeit nach diesem Import liegt. Sind die Angebotsdaten älter als 30 Tage, erscheint ein Hinweis. Die Abverkaufsquote setzt aktive Angebote mit Verkauf im Zeitraum ins Verhältnis zu allen aktiven Angeboten. Eine Conversion-Rate gibt es nicht, weil OfficeOmni die Aufrufzahlen der Angebote nicht abruft.

Häufige Fragen

Warum fehlen neue eBay-Verkäufe trotz Aktualisieren?

Der Report liest nur gespeicherte Aufträge. Prüfen Sie den Importstand, importieren Sie fehlende Daten und aktualisieren Sie danach den Bericht.

Warum weicht der Kanalumsatz von der Auftragssumme ab?

Die Auftragssumme ist brutto und stammt aus den eBay-Aufträgen, der Kanalumsatz ist netto und stammt aus Belegen. Versand, Steuer, Korrekturen, Zeiträume und fehlende Verknüpfungen erklären die Differenz.

Ist ein Käufer wirklich neu, wenn er als neu erscheint?

Neu bezieht sich auf den ersten gespeicherten gültigen Auftrag des eBay-Benutzernamens. Fehlt ältere Importhistorie, kann ein langjähriger Käufer als neu erscheinen.

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